23 Juli 2013 - 19:30
Zahlreiche Tote bei US-Drohnenangriffen in Pakistan

Bei US-Drohnenangriffen auf Gebiete in Pakistan sind nach Angaben einer Journalistenorganisation zahlreiche Zivilisten ums Leben gekommen.

Bei US-Drohnenangriffen auf Gebiete in Pakistan sind nach Angaben einer Journalistenorganisation zahlreiche Zivilisten ums Leben gekommen. Jedes fünfte Opfer der US-Drohnenangriffe sei ein Zivilist, meldete die britische Organisation Bureau of Investigative Journalism unter Berufung auf einen geheimen Bericht der pakistanischen Regierung. 746 Menschen seien zwischen Januar 2006 und Oktober 2009 getötet worden. 20 Prozent der Opfer seien Zivilisten, darunter 94 Kinder. Offizielle Zahlen der US-Regierung zu den Drohnenangriffen gibt es nicht. Der amerikanische Thinktank New America Foundation wertet jedoch lokale Medienberichte aus und zählt die Opfer. Diesen Zählungen zufolge sollen von 2006 bis 2009 zwischen 707 und 1247 Menschen getötet worden sein. Unter diesen Opfern sollen höchstens 207 Zivilisten sein. Trotz wiederholter Kritik setzen die USA im Anti-Terror-Kampf in den Stammesgebieten in Pakistan auf gezielte Luftschläge von unbemannten Flugzeugen.